Hirtentäschel

Hirtentäschel

Das Hirtentäschel

Die kleinen herzförmigen Blätter des Hirtentäschels können Frühlingssalate wunderbar aufpeppen. Doch nicht nur ihr Geschmack ist es, was die Pflanze an positiven Eigenschaften für uns bereit hält.

 

Das Hirtentäschel (lat. Capsella bursa- pastoris), gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Den Namen erhielt es deshalb, weil die Früchte von der Form an die Taschen von Hirten im Mittelalter erinnern. Im Volksmund trägt es unter anderem auch den Namen Bauernsenf, weil es früher als Senfersatz verwendet wurde. Gänsekresse ist ein weiterer Name für das Kraut, denn Gänse und Hühner haben eine besondere Vorliebe für das Hirtentäschel. Blutkraut wird es auch genannt, wegen der hervorragenden Eigenschaft beim Blutstillen und bei Krampfadern. Es ist seit tausenden von Jahren als Lebensmittel bekannt.

Hirtentäschel Beschreibung

Hirtentäschel gepresst

Hirtentäschel gepresst

Das Hirtentäschel besitzt eine tiefgehende Pfahlwurzel, aus dieser entwickelt sich eine Blattrosette, ähnlich, wie beim Löwenzahn. Den 20 – 40 cm hohen Stängel, bedecken winzig kleine herzförmige Täschchen, ährenförmig angeordnet, bis zur kleinen, weißen, unscheinbaren Blüte. Die Blätter sind Pfeilförmig und unregelmäßig gezackt. Im Frühjahr wird das ganze Kraut geerntet. In der sommerlichen Hitze vergeht die Pflanze und man findet sie erst im Herbst wieder. Sie überwintert, nur bei längeren Frostperioden ruht sie. Fast auf der ganzen Welt ist das Hirtentäschel anzutreffen.

Inhaltsstoffe Hirtentäschel

Seine Inhaltsstoffe sind : Cholin, Acetylcholin, Tyramin, Gerbstoffe, Flavonoide, Kalium, organische Säuren und die Vitamine A, B und C.

Wirkung und Anwendung Hirtentäschel

Die Blätter nimmt man heute noch zur Zubereitung von Salaten. Es wird innerlich und äußerlich angewendet bei Nasenbluten, blutenden Wunden, Hämorrhoiden, Krampfadern und allgemein zum Blutstillen. Ebenso verwendet man die Pflanze bei Anomalien der Regelblutung. Einreibungen mit der Tinktur, helfen bei Muskelerkrankungen und Leistenbruch.

 

Der Tee wirkt außerdem Blutdruckregulierend. Das Hirtentäschel gehört zu den wenigen Pflanzen, die einen nachweislichen Effekt bei zu starker oder zu langer Regelblutung erzielen. Der genaue Wirkmechanismus konnte bislang nicht geklärt werden. Es wird aber angenommen das kleine Proteinverbindungen (Peptide), an dieser Wirkung maßgeblich beteiligt sind.

 

Sicher ist aber das Hirtentäschelkraut einen zusammenziehenden Einfluss auf die Gebärmuttermuskulatur besitzen. Dadurch werden Blutungen gestoppt und krampfartige Schmerzen lassen nach.

 

Wegen der zusammenziehenden Wirkung auf die Gebärmutter, sollte Hirtentäschelkraut nicht von Schwangeren Frauen eingenommen werden.

 

In der Volksmedizin wird das Kraut bei Kopfschmerzen eingesetzt.

Rezepte mit Hirtentäschel finden Sie hier.

Bildquelle:
Hans @ pixabay.de

 

0