Giersch

Giersch

Der Giersch

Eiwieß ist wichtig für unseren Körper. Giersch liefert uns sehr viel pflanzliches Eiweiß, welches uns im Gegensatz zu tierischem Eiweiß gut tut. Giersch kann man fast das ganze Jahr über finden und für Entschlackungskuren einsetzen.

Der Giersch (lat. Aegopodium podagraria), gehört zur Familie der Doldengewächse. Der botanische Gattungsname Aegopodium, leitet sich vom griechischen „aigeos“- „ von Ziegen“ und „pous- podos“ – „Fuß“, ab und bezieht sich auf die Gestalt der Blätter, die an einen Ziegenfuß erinnern. Nach der mittelalterlichen Signaturenlehre ist Giersch deshalb für die Behandlung von Gicht in den Füßen geeignet. Als Wildgemüse dürfte er bereits in der Steinzeit gegessen worden sein. Er war als Bestandteil von Suppen, bei einigen Königshäusern, eine geschätzte Delikatesse.

Wo findet man Giersch?

Er ist in ganz Europa heimisch. Gern wächst er in Auwäldern, Hecken und Gärten und bevorzugt die Gesellschaft von Brennnesseln, Gundermann, Knoblauchsrauke und Echtem Nelkenwurz. Das Vorkommen ist flächendeckend.

Wie erkennt man den Giersch?

Er hat dreigeteilte, gefiederte Blätter, die ein Kreuz miteinander bilden. Die drei Seitenfiedern sind wiederum dreigeteilt, wobei eine meist nur angedeutet abgeteilt ist. Der Stängel ist dreikantig. Eine gute Eselsbrücke zum Erkennen von Giersch ist der Spruch: „drei,
Giersch gepresst

Giersch gepresst

drei, drei, bist beim Giersch dabei“. Die Dolden mit weißen Blüten erscheinen zwischen Juni und August. Die Blütendolde ist 15-25 strahlig. Im Herbst entwickeln sich aus den Blüten die Samen, es sind eiförmige, glatte Früchte.

Inhaltsstoffe von Giersch

Seine Inhaltsstoffe sind unter anderem Eiweiß, Vitamin A und C, Kalium, Magnesium und Calcium.

Wirkungsweise von Giersch

Er ist der beste Eiweißlieferant unter unseren heimischen Wildkräutern, und übertrifft Kulturpflanzen auch, was seinen Vitamin A- und seinen Eisengehalt anbelangt, bei weitem. Außerdem ist er reich an Mineralstoffen und Spurenelementen. Giersch als wertvollstes Wildkraut für die basische Ernährung wirkt harnsäurelösend, entwässernd und entzündungshemmend. Eingesetzt wird er bei Rheuma, Gicht, Verdauungsbeschwerden und Entzündungen.

Verwendung von Giersch

Am besten erntet man frische, junge Blätter, man kann ihn fast das ganze Jahr über ernten. Günstig ist es den Giersch regelmäßig zu verschneiden, damit er immer wieder neu austreibt. Die frischen Blätter sind gelblich grün.

Seine Blätter bilden in der Küche  das geeignete Basisgrün für: Wildkräutersalate, Wildkräuterspinat (am besten zusammen mit Brennnessel im Verhältnis 1:2 – diese beiden Pflanzen ergänzen sich sehr gut, da Giersch das Gift aus dem Gewebe zieht und die Brennnessel aufgrund ihrer stark entwässernden Eigenschaft, für einen guten „Abtransport“ sorgt.), grüne Smoothies, Aufläufe, Füllungen und Pestos. Er ist ein gutes Nahrungsergänzungsmittel in der Veganen Küche und sollte dort sehr oft eingesetzt werden um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Leckere Gierschrezepte gibt es hier.

 

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