Hausmittel bei grippalen Infekt

Hausmittel bei grippalen Infekt

Welche Hausmittel sind bei einer Grippe wirksam?

Zumeist definieren wir die Symptome einer Erkältung als Grippe. Jedoch handelt es sich bei Erkrankungen wie Fieber, Schmerzen und Schnupfen in der Regel weniger um eine Grippe als um einen grippalen Infekt. Diese Unterscheidung ist wichtig, da bei einer Grippe der Arzt aufgesucht werden sollte. Eine Grippe kann nicht nur gefährlich sein, sondern im schlimmsten Falle tödlich enden. Daher sollten Sie Hausmittel außen vor allen und direkt auf eine medizinische Behandlung setzen. Ein grippaler Infekt in Form einer Erkältung kann jedoch auch mit Hausmitteln auskuriert werden. Aus diesem Grund werden wir uns im Verlauf des Artikels nur auf die Wirksamkeit von Hausmitteln bei einem grippalen Infekt beschränken.
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@ sigrid rossmann  / pixelio.de

Wie kann ein grippaler Infekt behandelt werden?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass das Immunsystem gestärkt wird. Dabei benötigt der Körper ausreichend Ruhe und viel Wärme. Um ausreichend Wärme zu bekommen, können Sie auch eine Heizdecke nutzen oder sich eine Wärmflasche auf den Bauch legen. Den Gang zur Sauna hingegen sollten Sie vermeiden. Aufgrund des geschwächten Immunsystems kann es zu einem Kreislaufversagen kommen. Das Schlafzimmer sollte eine Temperatur von 18 Grad nicht unterschreiten. Darüber hinaus sind Vitamine essentiell. Nur wenn der Körper genügend Nährstoffe aufnehmen kann, kommen die Funktionen wieder in Gang. Ebenso sollten Sie beim Auskurieren darauf achten, möglichst wenig zu rauchen und Stress zu vermeiden.

Die passenden Hausmittel bei Symptomen eines grippalen Infekts

Grippale Infekte werden durch verschiedene Symptome begleitet. Nachfolgend stellen wir eine Auswahl an Hausmittel zusammen, welche bei den einzelnen Symptomen gesundheitsfördernd wirken können:

 

  • Gliederschmerzen: In der Regel treten bei einem grippalen Infekt Gliederschmerzen auf. Diese können zum einen mit heißen Vollbädern, zum anderen durch Massagen behandelt werden. Um ein wirksames Bad zu erzielen, können Fichtennadeln genutzt werden. Als ebenso zielführend gelten Brennnesseln. Ein heißes Bad ist bei Fieber allerdings zu vermeiden. Machen Sie von der Massage Gebrauch, empfehlen Experten die Nutzung von Kräuterölen. Diese gelten als entzündungshemmend. Vor allem Eukalyptus, Kümmel und Lavendel eignen sich zum Lindern der Symptome.
  • Infekte der Atemwege: Ein altes Hausmittel gegen eine Erkältung besteht in der Hühnersuppe. Die Kombination aus Suppenhuhn und frischem Gemüse hat sich aufgrund der antibakteriellen Wirkung seit vielen Jahrhunderten als bewährt erwiesen. Verfeinern Sie diese noch mit Kräutern wie Thymian, Salbei oder Brennnesseln können Sie auf von den entzündungshemmenden Eigenschaften der sogenannten Heilpflanzen profitieren.
Immunsystem stärken
  • Fieber: Gegen Fieber kann Holunderblütentee wirksam sein. Dem Tee wird nachgesagt, dass er beim Ausschwitzen hilfreich sein kann. Alternativ können Sie auch auf Kamillen- oder Lavendeltee zurückgreifen.
  • Durchfall: Bei Durchfall ist die Flüssigkeitszufuhr nicht zu vernachlässigen. Auch wenn Sie das Gefühl haben, es hilft nicht, da Sie gleich wieder den Weg zur Toilette aufsuchen müssen. Gerade dann sollten Sie noch mehr trinken. Vor allem Wasser und Tee liefern dem Körper ausreichend Flüssigkeit.
  • Husten und Schnupfen: Die Symptome Husten und Schnupfen treten häufig noch vor dem Fieber auf und sind typische Begleiterscheinungen eines grippalen Infekts. Um die Nasenebenhöhlen von Ablagerungen frei zu halten, eignet sich das Inhalieren von heißen Dämpfen. Dabei können Sie ein Inhaliergerät nutzen, sich aber auch einfach ein Handtuch über den Kopf legen und die Dämpfe über einem Topf einatmen. Das Ziel besteht darin, die Schleimhäute zu befeuchten und die Atemwege zu öffnen. Um von einem solchen Prozess optimal profitieren zu können, eignet sich eine Kombination aus heißem Wasser, Kamillenblüten sowie Minzöl. Auch nachts kann feuchte Luft helfen, Husten zu lösen. Aus diesem Grund sollten Sie eine Schale mit Wasser auf die Heizung in Ihrem Schlafzimmer stellen. Alternativ können Sie auch feuchte Handtücher aufhängen.
  • headache-2058476_1920Kopfschmerzen: Gegen Kopfschmerzen, welche ein typisches Symptom für einen grippalen Infekt sind, können mit einem kalten Tuch im Nacken gelindert werden. Zusätzlich kann das Einreiben von Pfefferminzöl an den Schläfen mildernd wirken. Zudem empfehlen Experten das Trinken von Weidenrindentee.
  • Halsschmerzen: Halsschmerzen sollen sich mit Zitronensaft lindern lassen. Der Saft ist dabei mit heißem Wasser zu übergießen. Um eine optimale Wirkung erzielen zu können, muss das Heißgetränk gegurgelt werden. Auch Ingwer- und Salbeitee können Schmerzen im Halsbereich lindern.
  • Bronchitis: Grundsätzlich sollte bei einer Bronchitis ein Arzt aufgesucht werden. Neben der medikamentösen Behandlung können aber auch hier Hausmittel hilfreich sein. So zum Beispiel gelten Kartoffelwickel als gesundheitsfördernd. Möchten Sie von diesem Tipp Gebrauch machen, müssen Sie die Kartoffeln samt der Schale zerdrücken, sich selbst ein Handtuch auf die Brust legen und darüber die Kartoffelmasse auflegen. Über die Kartoffeln folgt ein zweites Tuch. Damit nichts verrutscht, können Sie einen Schal nehmen und die Masse festbinden. Zur Entfaltung der optimalen Wirkung, empfiehlt es sich, den Wickel eine Stunde einwirken zu lassen.

Vorbeugende Maßnahmen

Grippale Infekte können schon präventiv behandelt werden. Bevor es zu einem Ausbruch kommt, können Sie selbst Ihr Immunsystem durch Sport und einer ausgewogenen Ernährung dahingehend stärken, dass Sie bei einem umhergehenden Infekt gar nicht erst betroffen sind. Zusätzlich können Sie aber auch Maßnahmen treffen, welche bei einem grassierenden Infekt vorbeugend wirken, treffen:

 

    • Hygiene: Am besten mildert sich das Ansteckungsrisiko, indem Sie den Körperkontakt zu erkrankten Personen weitestgehend meiden. Natürlich lassen sich Symptome einer Erkältung nicht gleich erkennen. Beispielsweise sind Halsschmerzen nicht ersichtlich. Jedoch können Sie den Körperkontakt zu anderen Personen reduzieren, so dass Sie das Risiko minimieren. Auch das regelmäßige Waschen der Hände kann Keime fernhalten. Da es oft schwierig ist, das Berühren von Gegenständen, die mit anderen Personen genutzt werden, zu vermeiden, sollten Sie die Hände trotz regelmäßigem Waschen aus dem Gesicht fernhalten. Gerade Nasenschleimhäute, Augen und Mund gelten als Wege für Krankheitserreger.

 

    • Schutz der Familie: Auch wenn Familienmitglieder erkrankt sind, können Sie vorbeugend handeln. Zwar lässt sich der Körperkontakt nicht ganz meiden. Gerade Kinder benötigen in der Erholungsphase viel Zuwendung. Jedoch kann beispielsweise bei einem Gute-Nacht-Kuss der Kontakt zu den Schleimhäuten vermieden werden. Die Nähe zu Mund, Nase und Augen ist also kontraproduktiv. Partner sollten zudem auf Zungenküsse verzichten. Zudem sollten Sie darauf achten, nicht mit dem gleichen Besteck zu essen bzw. aus den gleichen Gläsern zu trinken.

 

  • Büro: Um Viren im Büro zu umgehen, sollten Sie drei- bis viermal täglich Lüften. Zudem ist ausreichender Abstand zu Kollegen während der Erkältungszeit wichtig. Sind Sie selbst krank, sollten Sie auch zuhause bleiben. In Deutschland erscheinen viele Angestellte auch mit einer angehenden Erkältung auf der Arbeit. Einige schleppen sich sogar mit Fieber ins Büro. Jedoch ist damit weder Ihnen noch Ihren Kollegen geholfen. Sie bekommen nicht genügend Ruhe, um sich zu erholen und Ihre Kollegen können sich anstecken.
Salbeitee

Bilderquellen:
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